‘DA DI DEI’ is a Dadaist manifesto on reproductive labour. Who defines labour and how is it valued by society? ‘Reproductive labour’, which is based on Karl Marx’s concept of the reproduction of labour power, includes the work of childbirth, education and the training of future workers, as well as all work required to maintain a person’s ability to work, including the care of sick people and those unable to work. Since the transition to a capitalist form of society, ‘reproductive labour’ has been systematically devalued by the patriarchy as work without pay.
Am Anfang war das Wort: “labour” ist die englische Bezeichnung für „Wehen“ und für „Arbeit“.
Die Arbeit des Gebärens, des Aufziehens und der Erziehung zukünftiger Arbeitskräfte sowie alle Arbeiten, die für den Erhalt jeglicher individueller Arbeitsfähigkeit notwendig sind einschliesslich der Versorgung kranker und arbeitsunfähiger Menschen, wird „Reproduktionsarbeit“ genannt, angelehnt an den Begriff der Reproduktion der Arbeitskraft nach Karl Marx. Seit dem Wandel hin zu einer kapitalistischen Gesellschaftsform wird „Reproduktionsarbeit“ durch das Patriarchat als Arbeit ohne Gegenleistung systematisch abgewertet.
„DA DI DEI“ kann gleichermaßen als göttliche Komödie oder als “Diversity, Equality, Inclusion” gelesen werden.
Am Anfang war das Ort:
Wie steht es um die Sorge und Bewahrung unseres Lebensraumes?
Wer lehrt uns, unsere Nächsten zu lieben, so anzunehmen, wie sie sind und zu pflegen?
Von der Urzelle im Meer zur Eizelle: die Geburt eines Menschen beginnt mit Wehen und Arbeit.
Doch wer definiert Arbeit und wie wird sie gesellschaftlich bewertet?
Ist es Zeit für eine Care-Revolution?
Am Anfang war das Or:
Vor dem Sprechen kommt das Hören. Welchen Klang nehmen wir in uns wahr, wenn wir das Wort “pain” lesen? Lässt es uns zunächst an Brot oder an Schmerz denken? Sprache kann vielfältig, gleichstellend und inklusiv sein, sie prägt unser Denken und wirkt sich auf unser Handeln aus.
Am Anfang war das O:
Die Frage nach Alpha und Omega und wie sich „Reproduktionsarbeit“ im postdigitalen Zeitalter entwickeln wird. Wird es der Anfang vom Ende sein oder am Ende der Anfang?
„DA DI DEI – ein dadaistisches Manifest zur Reproduktionsarbeit“ setzt sich aus Fotografien, Inszenierungen, Videosequenzen und einem Sprechgedicht zusammen, welches von Betrachter:innen lautlos mitgelesen werden kann und sie so performativ in das Werk einbezieht.
Die Arbeit hinterfragt die absurde Perzeption von „Reproduktionsarbeit“ und ihren pervertierten Stellenwert in patriarchalen Strukturen. Sie folgt weder einer Didaktik noch Konventionen und kann somit individuell als störend wahrgenommen werden. Daher der dringende Hinweis: Konsum auf eigene Gefahr.